NEO 2009 DM45

 

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Discovery Status
NEO 2009 DM45
Historisches


 

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B01

geogr. Länge

 08°26'47,2" E

 

geogr. Breite

50°13'18.0" N

 

Höhe 825m

 

Webcam Gr.Feldberg

 

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Anfahrtsplan

 

 

 

 

Entdeckung eines gefährlichen Asteroiden

an der Taunus-Sternwarte des Physikalischen Vereins

 

In der Nacht vom Faschingsdienstag auf Aschermittwoch waren die Amateurastronomen Rainer Kling (56, aus Schmitten im Taunus), Erwin Schwab (44, aus Egelsbach) und Ute Zimmer (aus Oberursel) auf der Jagd nach Kleinplaneten. Die Beobachter der Taunus-Sternwarte des Physikalischen Vereins Frankfurt können bereits auf etliche Asteroiden–Entdeckungen verweisen.

Beim Sichten der Aufnahmen des nächtlichen Himmels viel ihnen eine lange Strichspur auf. Dies ist nichts ungewöhnliches, da sich die künstlichen Erdsatelliten, von denen es reichlich gibt, bei langen Belichtungszeiten als Striche abbilden. Aber es kann auch  ein Asteroid, der sehr nahe die Erdbahn kreuzt, in Frage kommen.  Obwohl nicht zweifelsfrei geklärt werden konnte, ob sich an dieser Stelle ein Satellit befand, hat das Team die Ergebnisse ihrer Auswertung  an die weltweite Zentrale, das Kleinplanetenzentrum (Minor Planet Center) in den USA, gemeldet.

Dort jedoch wurde dieser Fund zunächst als Satellit eingestuft, bis die professionelle australische Sternwarte Siding Spring Survey ein unbekanntes erdnahes Objekt (NEO - Near Earth Object) sichtete. Nach der Bahnberechnung durch das Kleinplanetenzentrum wurde dann deutlich, dass es sich um das gleiche Objekt handelt, welches die Amateurastronomen des Physikalischen Vereins bereits drei Tage zuvor gemeldet hatten.

Die Freude der drei Entdecker war riesig, als am 28.2. die Nachricht des Direktors des Kleinplanetenzentrums (Minor Planet Center, USA) eintraf, dass sie die Entdecker des Asteroiden mit der Bezeichnung 2009 DM45 seien.

Inzwischen ist die Flugbahn von 2009 DM45 relativ genau bekannt. Er hat eine Umlaufzeit um die Sonne von 1,27 Jahren. Der Asteroid mit einem Durchmesser von ungefähr 150 Metern kam bei seinem Vorbeiflug der Erde bis auf 5,7-facher Mondentfernungen nahe. Dabei hatte er eine Geschwindigkeit von 61.200 Km pro Stunde.

Etwas beängstigend ist die Tatsache, dass sich zum Zeitpunkt der Entdeckung dieser Asteroid bereits wieder von uns entfernte, seinen erdnächsten Punkt also schon hinter sich hatte. Wäre er auf direktem Kollisionskurs mit der Erde gewesen, hätten wir Erdbewohner den Felsbrocken erst bei seinem Einschlag bemerkt!  Die frei werdende Energie bei einem Einschlag eines Himmelskörpers dieser Größe reicht aus um ein Gebiet von der Fläche Deutschlands völlig zu zerstören.

Die nächste Annäherung  zwischen 2009 DM45 und der Erde wird am 17. August 2012 sein. Dann allerdings wird der Asteroid sich weiter weg in rund 80-facher Mondentfernung befinden.

Animation der Entdeckungsaufnahmen vom 25.02.2009

bulletDie offizielle Entdeckungsmitteilung des Kleinplanetenzentrums (Minor Planet Center)
bulletDer Orbit von 2009 DM45
bulletNahe Begegnungen mit der Erde @ JPL -Seite
bulletNahe Begegnungen mit der Erde @ NeoDys - Seite
bulletNahe Begegnungen anderer Asteroiden mit der Erde

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Stand: 25.10.10